Freitag, 8. Mai 2026

Von Kalamata zum Ionischen Meer

Nach einem vierwöchigen Heimaturlaub ging es wieder zurück zum Schiff, nach Kalamata. In dieser Zeit gingen einige Stürme übers Land, die in dem Hafen starken Schwell erzeugten. Eine achtere Leine war gerissen, die restlichen Leinen hatten ordentliche Scheuerstellen. Daran muss ich etwas verbessern, mit Ruckdämpfern, Kauschen und Ketten um das Schamfielen in den Häfen zu verhindern, in denen so ein starker Schwell setzt. Leider wurde mit diesen Tiefdruckgebieten reichlich Saharastaub transportiert.

Sonnenuntergang in der Marina Kalamata

Der lange Strand in Kalamata

Bevor ich weiter fahren konnte, wollte ich noch eine Schablone vom Laufdeck herstellen, um einen neuen Belag anfertigen zu lassen. Leider ist die dafür erforderliche Folie beim Paketdienst verloren gegangen. Das Projekt verschiebe ich auf den Juni.

Das Wetter war sehr schön, und ich hatte Lust wieder auf Fahrt zu gehen. Leider wieder mal mit sehr wenig Wind fuhr ich nach Koroni. Hinter einer Mole vor dem kleinen Städtchen vor Anker. Noch stand der Wind ablandig. Gerade dieser Ankerplatz ist dafür bekannt, dass man alle paar Stunden den Platz wechseln muss, da der Wind plötzlich die Wellen in den Hafen drückt. So war es auch bei mir. in der Nacht hüpfte das Boot ganz ordentlich. Um 4 Uhr, im stockdunklen, fuhr ich um die Nase und suchte einen angenehmeren Ankerplatz. Auch dort war es nicht soo nett.

Ankerplatz Koroni. Nettes Örtchen am Hang, links die Burg.

Direkt am Hafen

Kleine Einkaufszeile

Das Ankerfeld von oben.

Ein doppelter Regenbogen achteraus.

An Schlafen war nicht mehr zu denken. Also Anker auf, die Genua gesetzt. 20 Meilen weiter könnte es besser sein. Es wurde dann wider erwarten ein sehr schöner Segeltag. Die Bucht für die Nacht war wirklich ausreichend ruhig, türkies und in einer schönen Landschaft gelegen.

Die Burg von Koroni von Süden.

Bestes Segelwetter auf dem Weg nach Finikounda

Schöner Ankerplatz mit der Yacht Anjamia

Der Törn nach Methoni war mit 12 Seemeilen kurz, aber intensiv. Der Wind kam mal wieder von vorn, mit 20 Knoten. Ich kreuzte einige Schläge und konnte vor der alten Stadtmauer vor Anker gehen. Von See aus kann man die antiken Mauern und ein Teil der Stadt gut sehen.

In einer Konditorei genoss ich einen dicken Schokoladenkuchen. Die Stadt wird offensichtlich gut gepflegt. Straßen und einige Häuser sind renoviert worden. Sehr nett.

Hoch am Wind nach Methoni

Das Ankerfeld von der Stadtmauer aus.

Teile der antiken Burg.
Mit Maschinenkraft ging es weiter nach Kyparissia. Die Stadt besitzt einen großen Hafen, in dem ich einen Liegeplatz längsseits gefunden habe. Da für das folgende Wochenende wieder ein Tief mit viel Wind und Regen angekündigt wurde, war dies der ideale Platz um auf schönes Wetter zu warten. Die Stadt liegt an einem Hang. Die Gipfel dahinter sind 1000 m hoch. Die Landschaft ist sehr grün. Viele Pflanzen, vor allem die Disteln blühen zu dieser Zeit.

Vor der Hafeneinfahrt Kyparissia.

Schildkröten im Hafenbecken.

Stadt und Hafen von der Burg aus.

Blumenwiesen oberhalb der Stadt. Griechenland sah ich bisher selten so grün.

Straße in der Oberstadt
Auf dem Weg nach Zakynthos gab es noch eine Zwischenstation. Katakolon ist ein Hafendörfchen unterhalb von Pyrgos und vor allem Olympia. In dem Hafen können zwei Kreuzfahrtschiffe liegen. Fast an jedem Tag legt in dem Hafen so ein Monstrum an. Die Läden und Tavernen an Land öffnen nur, wenn die Urlauber an Land gehen. Die meisten werden mit Bussen nach Olympia gefahren. Verrückter Massentourismus!
Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Der Strand ist allerdings mehrere Kilometer lang und wird mit Autos befahren. Ich besuchte mit dem Fahrrad die Stadt Pyrgos. Leider war nur der Platz im Centrum attraktiv. Alsbald bin ich dann wieder zum Hafen geradelt. Die 30 km taten mal wieder gut. 

Platz in Pyrgos


Pyrgos

Hafenbecken in Katalon

MSC und Fata Morgana

Nach vier Stunden Maschinenfahrt erreichte ich Zakynthos. Die südlichste Insel im Ionischen Meer. Die Stadt Zakynthos hat einen großen Hafen. Zu dieser Zeit ist dieser Hafen nicht so frequentiert wie im Sommer. Somit konnte ich mir einen guten Liegeplatz aussuchen.
Heute zieht wieder ein sehr windiges Tief über Griechenland. Die Segler sind alle draußen und hoffen das der Anker auch bei den über 30 Knoten starken Böen hält. Langsam baut sich auch in dem Hafen eine unangenehme Welle auf.

Zakynthos voraus.

Viel Platz am Stadtkai.

In Zakynthos Stadt werde ich ein paar Tage bleiben. Nette Gassen laden zum Verweilen ein.

 



 
 

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