In den letzten Wochen segelte ich zwischen den Inseln und entdeckte wieder einige Ecken, die ich noch nicht gesehen hatte. Zwischenzeitlich besuchte ich die Marina Mesolonghi. Die Marina ist noch immer eine große Baustelle. Leider ist das Ankern vor der Marina nicht erlaubt, da ausreichend Rangierplatz für mögliche Berufsschiffe vorgehalten werden sollen.
Einige Tage blieb ich im Hafen von Zakynthos. An zwei Tagen zog ein Tief über die Insel und wühlte das Hafenwasser ordentlich auf. Einige verließen den Hafen oder ankerten um. Ich blieb an Bord. Die gesamte Kraft ging auf den Anker. Der Abstand zur Mauer ist schnell überwunden, wenn der Anker mal slippen sollte. Bei mir bewegte sich nichts.
Einige Orte konnte ich mit dem Rad besuchen. Die Temperaturen waren noch nicht so hoch. Leider geht es immer ordentlich auf und ab. Zakynthos war zu diesem Zeitpunkt noch komplett grün.
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| Hauptplatz Zakynthos Stadt |
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| Der Hafen von Zakynthos von oben. |
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| Zakynthos wird auch von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Die bleiben vor Anker. |
Mit Ute segelten wir gegen den Starkwind nach Norden. Eigentlich warte ich immer auf den besten Wind. Nur hatte Ute leider nicht so viel Zeit. Somit mussten wir uns einige Stunden gegen Wind und Welle bis nach Ag. Nokolaus kämpfen. Ein Törn zum abgewöhnen. In Ag. Nikolaus hat sich in den letzten 2 Jahren nicht viel verändert. Wir nutzten einen Liegeplatz direkt an der Hafenmauer und gingen natürlich in die Taverne darüber zum Essen.  |
| Schönes Ambiente beim Essen in der Taverne in Ag. Nikolaus. |
Am nächsten Tag hat sich der Wind beruhigt und wir konnten gemütlich nach Kefalonia segeln. Dort, in Poros, gingen wir in den Hafen. Mit 2,5 m am Liegeplatz etwas flach. Bei starkem Schwell könnte es knapp werden.
Der stete Nordwind hielt uns im Hafen. Wir besuchten mit dem Mietwagen die Insel Kefalonia. Uns hat die Insel sehr gefallen. Strände, Gebirge und die kleinen Städtchen waren sehr schön. Es hat sich gelohnt:
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| Zwischen Zakynthos und Kefalonia |
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| Kleiner schattiger Strand in Poros |
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| Die Brücke in Argostoli. |
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| In Argostoli leert sich die Innenstadt während der Mittagshitze. |
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| Platz in Argostoli. |
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| Pflasterung wie in Portugal. |
Von Argostoli fuhren wir über den Berg nach Sami und Agia Effimia. Dort waren wir schon mal zwei Jahre zuvor mit dem Boot. Schöne Städtchen mit Hafen. Wenn der Wind richtig steht lohnt ein Aufenthalt.Von da aus ging es weiter nach Norden über einige Gebirgsstraßen bis nach Fiskardo. In der schönen Bucht war ich schon mal vor über 20 Jahren. Natürlich hat sich das Fischerdörfchen den Bedürfnissen der Touristen angepasst. Sehr viele Tavernen und Geschäfte säumen die Straßen. Insgesamt ein schönes Örtchen. Leider wird die Bucht auch sehr gut von Charterbooten besucht.
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| Yachten liegen vor Anker und Landleine in der Bucht. Direkt an der Mauer sind selten Plätze frei und es ist sehr flach! |
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| Die Wasserfarbe ist unglaublich. |
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| Es geht zurück nach Zakynthos. |
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| Tanztreffen in Zakynthos. |
Leider ging Utes Zeit zu Ende. In den zwei Wochen bis zu meinem nächsten Besuch segelte ich nach Mesolonghi und nach Vaty auf Itaka.
Nachdem ich den Winter vor zwei Jahren dort verbracht hatte, fühlte es sich in Mesolonghi wie zuhause an. In der Marina hat sich schon einiges bewegt. Vor allem sind die Stege jetzt neu und viel länger. Ich entnahm einer Tafel im Office das dort 2 Millionen EU-Mittel investiert werden. Es wird allerdings noch sehr lange dauern bis alles wirklich fertig ist. Das Projekt hängt ordentlich hinter dem Zeitplan.
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| Die Lagune um Mesolonghi von oben. |
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| In dem Gebirge um Mesolonghi braut sich oft ein Gewitter zusammen. |
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| Die Flamingos stehen auch noch in der Salzbrühe. |
Über eine Bucht nördlich der Insel Oxia segelte ich nach Itaka. Vor zwei Jahren war zu viel Wind in der Bucht von Vathy. Somit freute ich mich sehr, Ithaka zu besuchen.
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| Endlich mal wieder vor Anker. |
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| Immer wieder grandios, besonders vor Anker. |
Tatsächlich konnte ich bis Ithaka segeln. Die Wettervorhersage kündigte Flaute an. Schön, in aller Ruhe, konnte ich am Wind bis zur Einfahrt der Bucht segeln. Ein perfekter Tag.In der Bucht von Vathy war es schon recht voll. Ich ging in Buchtmitte vor Anker. Nach mir kamen noch einige Yachten. So viele Yachten hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Ganze Charterflotten reihten sich an der Dorfmauer auf. Morgens verlassen die meisten Yachten die Bucht und fahren zur nächsten Insel. Wie an einer Perlenkette aufgereiht verlassen die Yachten die Bucht. Der Massentourismus verstärkt sich auch im Bereich des Chartersegelns sehr.
Die Kulisse in der Bucht ist allergings auch sehr reizvoll und sehr lohnend.
Ich bin jeden Tag wandern gegangen und habe mich durch teils dicht bewachsenen Pfade gekämpft. Überall hingen dicke Spinnennetzte. Die Fäden waren sehr stabil und die Spinnen entsprechend groß. Von Vathy aus führen beschilderte Wanderwege über die Hügel. Ein Weg führt zu einer Höhle, in der Odysseus seine Nymphen versteckt haben soll. Diese Höhle habe ich später noch einmal mit starken Taschenlampen besucht. Leider wurden die großen Stalaktiten - und nieten abgebrochen und zum Teil vor die Höhle gestellt. Eine wirkliche Schande. Wieso die Menschen immer alles zerstören müssen.
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| Riesige Netze versperren die Pfade. |
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| Vathy am Samstagmorgen, wenn die Charterboote in ihren Ausgangshäfen liegen. |
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| Abendstimmung nach Sonnenuntergang. |
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| Einfahrtshook zur Bucht Vathy. |
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In der Höhle der Nymphen.
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| Yacht für Yacht verlassen die Segler die Bucht. |
Nach Ithaka segelte ich wieder nach Zakynthos um Andrea abzuholen. Zusammen segelten wir Step by Step nach Kalamata. Das Wetter war sehr stabil. Einige Seemeilen konnten wir mit dem Genaker segeln. Das Boot bleibt nun bis August in der Marina. In dieser Zeit verbringe ich den Sommer zu Hause. Im Moment ist es leider in Dortmund heißer als in Griechenland.
Ich bin auf die zweite Hälfte der Saison gespannt. Über die Ägäis soll es wieder nach Limni auf Euböa gehen.
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| Südlich von Zakythos werden die Yachten deutlich weniger. Ankerfeld Katakolo. |
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| Schildkröte in Kyparissia. |
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| Gegen Abend bilden sich teils spektakuläre Gewitterwolken. |
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| Süße Trichterspinne. |
In einer Bucht vor Koroni lagen wir vor Anker. Ich war gerade mit Andrea unter Deck. Plötzlich gab es einen unglaublichen Knall, das Boot wackelte, von weitem hörten wir, wie Steine ins Wasser rauschten. Im ersten Moment hatten wir den Gedanken, das irgendetwas Große uns gerammt haben muss. Das Handy schlug Alarm. Die Auflösung stand auf dem Handy: Erdbeben, Stärke 5,5, 30 km entfernt. Ich hätte nicht gedacht, dass das so gewaltig im Boot zu spüren ist. Wir dachten natürlich gleich an einen Tsunami. Der tritt wohl erst ab Stärke 7 auf. |
| Die große Burganlage in Methoni. |
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| Ankern vor Methoni. |
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| Weiter geht es nach Koroni. |
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| Kloster in Koroni. |
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| Koroni, Südseite. |
Die erste Hälfte der Saison war schon mal sehr schön. Langsam wird es wieder sehr warm. Zwischenzeitlich habe ich wieder einiges an der Yacht verbessert. Das größte Projekt wird der neue Decksbelag sein. Die Schablone zur Erstellung des neuen Belages ist schon verschickt. Nun muss das alte Holz und der Kleber entfernt werden. Ich bin gespannt....
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