Samstag, 22. August 2026

Peleponnes im August

Eigentlich ist der August kein so attraktiver Monat, um in Griechenland zu segeln. Die Temperaturen liegen immer um die 33°C, die Sonne wird nur sehr selten von Wolken bedeckt. Allerdings war es in Deutschland teilweise wärmer als in Griechenland, somit war der Kontrast nicht ganz so hart. Das Wetter im Sommer ist in Griechenland sehr stabil. Mehr als drei Monate ist der Himmel und das Meer blau, je nach Fahrtgebiet viel oder auch nur wenig Wind. In der Bucht von Kalamata entsteht der Wind zumeist aus der Thermik, die durch das Aufheizen des Gebirges entsteht. So wird aus dem nächtlichen NW-Wind im Tagesverlauf ein passabler Südwind. 

In der Marina Kalamata versorgten wir uns mit allem nötigen für die nächste Woche. In der Marina steht die Luft und macht die Hitze unerträglich. Am zweiten Tag ging es dann am Wind nach Koroni. Den Wind auf der Nase, kreuzten wir einige Stunden.

Auf dem Weg nach Koroni

nördliches Ankerfeld vor Koroni


Koroni ist ein nettes kleines Örtchen

Als der Wind günstig stand, segelten wir zur anderen Seite in die Bucht von Limeni. Der Wetterbericht versprach, dass die Bucht in Lee liegen sollte. Am Ankerplatz kam der Wind genau aus der Gegenrichtung und erzeugte einen unangenehmen Schwell. Nach Sonnenuntergang drehte der Wind, der Schwell blieb leider! An diesem Peleponnesfinger den richtigen Ankerplatz zu finden, ist nicht einfach.

Am nächsten Tag verholten wir an die kleine Mole. Dort war es dann recht angenehm. Nach 50 Metern trafen wir auf die erste Taverne. Nette kleine Orte säumen die Küste dort.

Schöne Sonnenuntergangsstimmung in der großen Bucht

Eine Yacht kann ganz außen liegen.


Eine Schildkröte lebt dort im Hafen.

Um den Schwell weiter zu entfliehen, motorten wir zur Südspitze zum kleinen Örtchen Girolimena. Das einst kleine Fischerörtchen entwickelte sich zu einem Touristenörtchen. Viele neue Häuser entstanden oder befinden sich noch im Bau. Offensichtlich reicht die Stromversorgung durch die Überlandleitungen nicht aus: hinter einigen Häusern brummen die Stromgeneratoren. Irgendwie fühlten wir uns dort nicht wohl. Zu viele Menschen, Lärm.... Der Liegeplatz war allerdings sehr ruhig. Auch hier wurde der Wind umgelenkt und blies in die Bucht. Wir lagen mit Landleine ruhig und sicher in der Bucht. 

Girolimena


Die Bucht hat zum Schutz vor dem Westschwell eine hohe Felswand

Da wir nur zwei Wochen Zeit hatten, mussten wir leider wieder nach Norden, Richtung Kalamata. Einen interessanten Liegeplatz fanden wir hinter der vorgelagerten Insel vor Kalamitsi. Zwischen dem Land und der Insel finden sich sehr viele große Steine auf dem Grund. Damit ist das Ankern dort nicht so einfach. Leicht kann der Anker zwischen den Steinen hängen bleiben und das Bergen wird dann schwierig. Wir fanden einen Sandfleck, in dem der Anker fest saß. Leider dreht der Wind ständig, vor allem in der Nacht. Damit der Schwojenkreis klein bleibt, befestigte ich noch eine Leine an einem Stein auf dem Meeresboden. 

Das Örtchen ist sehr schön und bietet viele kleine Geschäfte und eine Altstadt mit einem sehr gemütlichen traditionellen Restaurant.

Das Dorf wird von einem schönen Gebirge eingerahmt.

Nettes Café an der Hauptstraße

Im Hintergrund die Insel mit unserem Zuhause.

Alte Gemäuer in der Altstadt

Traditionelle Gerichte unter Bäumen mit Meerblick genießen.

Eine Nacht lagen wir noch in Kitries vor Anker. das Örtchen war eher enttäuschend. Dagegen liegt man auf der anderen Seite vor Petalidi viel besser. Gern hätte ich noch einiges an Land erkundet. Die Sonne ließ das leider nicht zu. Nach 30 Minuten in der prallen Sonne waren wir durchgeschwitzt und total überhitzt. Im Herbst gibt es sicher wieder Gelegenheiten um das Hinterland zu erkunden. In der nächsten Woche bleibt das Boot in der Marina Kalamata und ich fliege nach Hause, Hochzeit feiern!


Leben unter Sonnensegeln.