Palmeira, vor unserem anstrengenden Nachttörn |
Zeit weiter zu fahren. Es soll Starkwind geben und Dirk muss pünktlich am Samstag am Flughafen auf Sao Vicente sein. Die Strecke nach Tarrafal auf Sao Nicolau ist bei Tageslicht nicht zu schaffen. Die Nächte sind auch mit halben Mond sehr dunkel. Das Anlanden an unbekannte Küsten und Häfen ist doch zu gefährlich. Somit sind wir am frühen Abend gestartet um nach Sonnenaufgang das Südkap zu erreichen. Zuvor gingen wir noch im Restaurant Rotterdam essen. Zackenbarsch mit vielen unterschiedlichen Beilagen. Sehr lecker! Mit zunächst leichter Welle segelten wir in den Sonnenuntergang. Nachdem es dann so richtig dunkel wurde und die Wellen immer höher seitlich an die Bordwand krachten, machte sich zuerst bei Ute Übelkeit bemerkbar. Zunächst denkt man natürlich an Seekrankheit. Es wurde allerdings sehr schnell klar, dass wir uns mit dem letzten Essen eine Infektion eingefangen hatten. Die Nachtfahrt wurde nicht sehr angenehm, aber auch so eine Erfahrung gehört wohl zum großen Abenteuer.
Wir segeln in den Sonnenuntergang
Als wir die Südküste von Sao Nicolau erreichten wurden die
Schiffsbewegungen erträglicher. Am Südkap tauchte neben uns eine Haifischflosse
auf. Der Kumpel stand wohl auf angeschlagene Segler. In Tarrafal angekommen
waren wir ziemlich platt. Wir wollten erstmal nur schlafen. Es war sehr heiß.
Abkühlung verschaffte nur ein Bad im Meer. Tarrafal auf Sao Nicolau |
Computerspiel auf dem Smartphone |
Tarrafal ist ein nettes Städtchen auf einer total trockenen Wüsteninsel. Die Stadt machte im Vergleich zu Palmeira einen sehr guten Eindruck. Wieder war es nicht so leicht die Policia Maritime zu finden. Dort müssen wir uns an – und wieder abmelden. Ein netter Mann zeigte uns den Weg. 20 Minuten führte er uns bis in den letzten Winkel der Stadt. Dort tauchte dann tatsächlich das Polizeigebäude auf. Am Abend machten Dirk und ich noch einen Tauchgang um unser Schiff herum. Tropische Flora und Fauna zeigte sich an den Vulkansteinblöcken.
Abschließend
fand Dirk noch einen stattlichen Ammenhai unter einer Felsplatte.
Tarrafal ist auf den Kapverden bei der üblichen Wetterlage
die windstillste Ecke. Ruhig lagen wir vor Anker und konnten die Gebirgskulisse
der Insel genießen. Am nächsten Morgen fuhren wir dann auch gleich weiter. Der
Starkwind rückte immer näher. Auf Halbwindkurs segelten wir bei 5 – 6 Bft. an
den Südküsten von Rosa, Branco, Santa Luzia und Sao Vicente entlang. Angenehme
Welle, Sonnenschein, die Kulisse der schroffen Inseln und 7,5 – 8,5 Knoten auf der Logge machten an
dem Tag viel Spaß. Unser Ziel Mindelo auf Sao Vicente erreichten wir am
Nachmittag. Vor einer riesigen Bucht zeigte sich eine recht große Stadt mit
Kreuzfahrtschiffen, Frachtern und Fähren im Hafen. Eine Marina befindet sich in
der hintersten Ecke. Dort konnten wir noch Tanken und einen guten Liegeplatz
finden. Hier kann man auch sehr gut ankern. Allerdings brauchten wir mal wieder
Wasser. Unterwegs benutzen wir viel Seewasser um Süßwasser zu sparen. An der
Marina angekommen freuten wir uns natürlich auf eine ausgiebige Süßwasserdusche.
Das Wasser wird hier auf den Inseln durch Seewasserentsalzungsanlagen gewonnen
und damit auch sehr teuer. Jeder Liter Wasser wird über eine Magnetkarte
abgerechnet.
Mindelo voraus |
Bis dahin freuen wir uns Sao Vicente und vor allem auch
Mindelo zu entdecken. Vielleicht fahren wir noch zur Nachbarinsel Santo Antao.
Dort soll es schöne Wanderungen geben.
unser Weg durch die Kapverdischen Inseln |
Der Skipper möchte ein sauberes Schiff haben - das kennen wir ;-)
AntwortenLöschenAus dem herbstlichen Bergischen Land ganz liebe Grüße